Magnetresonanztomographie (MRT) 1.5 Tesla

MRT-top-01-859Die MRT ist ein Untersuchungsverfahren in der radiologischen und nuklearmedizinischen Diagnostik. Bei der MRT erzeugt man mit Magnetfeldern und Radiowellen Schichtaufnahmen des menschlichen Körpers. Dies erlauben eine Beurteilung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper und somit auch vieler krankhafter Organveränderungen. Röntgenstrahlen kommen dabei nicht zum Einsatz.

 

 

 


Weitere Bezeichnungen: Kernspintomographie, MR

 

Was ist eine Magnetresonanztomographie (MRT)?

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine Untersuchungsmethode in der Radiologie und Nuklearmedizin zur Darstellung der inneren Organe. Im Gegensatz zu einer Röntgenuntersuchung oder Computertomographie kommen dabei keine Röntgenstrahlen zur Anwendung sondern Magnetfelder und Radiowellen.

 

Wie funktioniert die Magnetresonanztomographie (MRT)?

Grundlage der MRT sind sehr starke Magnetfelder, in denen die Patienten untersucht werden. Durch elektromagnetische Wechselfelder in Form von Radiowellen im UKW-Frequenzbereich, werden bestimmte Atomkerne (Wasserstoffkerne) im Körper gezielt angeregt. Hierbei wird ausgenutzt, dass im menschlichen Körper sehr viele Wasserstoffatome vorhanden sind. Die physikalische Reaktion dieser  angeregten Atomkerne wird von dem MRT Gerät aufgezeichnet. Ein leistungsstarker Computer wandelt diese Singnale durch ein sehr komplexes Rechenverfahren um und fügt sie zu sehr detailreichen 2- oder 3-dimensionalen Bildern zusammen. Diese können anschließend vom Arzt beurteilt werden können. Die Bilder zeigen besonders gut, wie es im Weichteilgewebe bzw. den innneren Organen des Körpers und in den Gelenken ausschaut und geben Auskunft über Struktur und Funktion. Gewebe mit einem hohen Wasser- oder Fettanteil sehen hell aus, Gewebe mit niedrigem Wasseranteil dagegen dunkler.

 

Für welche Fragestellungen ist die Methode geeignet?

Darstellen lassen sich praktisch sämtliche Körperregionen:

  • Hirn und Hirnschädel
  • Gesichtschädel und Augen
  • Wirbelsäule und Rückenmark
  • Weichteilstrukturen des Brustkorbs (Für die Lungen selbst ist derzeit noch die Computertomographie besser geeignet.)
  • Oberbauch und Beckenorgane
  • Sämtliche Gelenke, insbesondere im Hinblick auf Knorpel, Bänder und Kapselstrukturen
  • Muskelprozesse
  • Gefäße mittel einer speziellen Technik, der sog. MR-Angiographie

 

Gerätetechnik

Nach wie vor haben sog. "geschlossene Geräte“ Vorteile gegenüber offenen Systemen, da sie stärkere Magnetfelder ermöglichen. Dies ist ein wichtiger Faktor für Bildqualität und Untersuchungsgeschwindigkeit. Unser Gerät der Marke Siemens Symphony Quantum (Feldstärke 1,5 Tesla) hat die Form eines kurzen Tunnels von 60cm Durchmesser und ist sowohl vorne als auch hinter offen – gut beleuchtet und belüftet. Bei der systematischen Veränderung des Magnetfeldes (siehe „Was ist das?“) durch ein sog. Gradientensystem entstehen sehr laute  z.T. pressluft-hammerartige Geräusche.  Leider gilt derzeit noch die Faustregel: “Je lauter der Geräuschpegel, desto besser ist das Gerät“. Dieser Geräuschbelastung wird mit geeignetem Gehörschutz entgegengewirkt. Die Patienten werden bei der Untersuchung sorgfältig überwacht und können sich über eine „Notfallklingel“ jederzeit bemerkbar machen.
Je nach zu untersuchender Körper-Region und Fragestellung werden unterschiedliche „Antennen“/Spulen eingesetzt.

 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Patientengespraech-897Der Patient legt in einer abschließbaren, geräumigen Kabine alle metallischen Gegenstände, technischen Geräte oder z.B auch Wertgegenstände und Scheckkarten etc. ab. Ein vollständiges Entkleiden ist nicht nötig. Die MTRA (speziell ausgebildete Assistentin) lagert Sie auf dem Untersuchungstisch, bringt ggf. noch entsprechende Spulen (s.o.) an.

Je nach Fragestellung wird noch eine dünne Verweilkanüle in eine Armvene zur Gabe eines speziellen Kontrastmittels gelegt. Diese MRT-Kontrastmittel zeichnen sich durch eine gute Verträglichkeit aus. Sie sind nicht radioaktiv, besitzen nur eine extrem geringe Neigung zu einer Allergieauslösung und beeinträchtigen in der Regel die Patienten nicht. Die Kontrast-mittel verlassen den Körper chemisch unverändert und vollständig unbemerkt über die Nieren. Der Radiologe wählt die spezielle Art des Kontrastmittels je nach Fragestellung aus.

Der Patient wird dann langsam in das Gerät bzw.  „in den Tunnel“ gefahren – bei Untersuchungen im Beinbereich mit den Füßen voran. Die Untersuchungen dauern je nach individueller Planung etwa zwischen 15 – 30 Minuten.
Anschließend wertet der Arzt die Bilder aus und bespricht das Ergebnis mit den Patienten.

 

Wer kann nicht untersucht werden (Kontraindikation)?

Naturgemäß können alle im Körper befindlichen Metallgegenstände durch das Magnetfeld beeinflußt werden (z.B. Herzschrittmacher, Zahnersatz, Endoprothesen, Gefäßimplantate (STENTS), Operationsmaterial, Insulinpumpen, künstliche Herzklappen, metallische Fremdkörper). Die meisten heute implantierten Gelenkprothesen, Herzklappen und metallischen chirurgischen Materialien etwa nach operativer Behandlung eines Knochenbruchs schließen eine MRT-Untersuchung aber nicht mehr aus – das muss jedoch im Einzelfall immer sorgfältig geprüft werden. Patienten mit Herzschrittmacher dürfen normalerweise nicht untersucht werden , bei schwerwiegenden Gründen ist jedoch auch dies in spezialisierten Zentren mit einer kardiologischen Abteilung möglich. Eine relative Kontraindikation ist eine Schwangerschaft. Die entsprechenden Fachgesellschaften sowie die Strahlenkommission fordern aber eine sehr enge Indikationsstellung.

 

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Wer bezahlt die Untersuchung?

Die MRT ist eine Regelleistung aller gesetzlichen und privaten Krankenkassen.