Knochendichtemessung

OsteoNeuDie Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) ist ein spezielles Röntgenverfahren zur Bestimmung der Dichte bzw. des Kalksalzgehaltes des Knochens. Menschen mit vermindertem Kalksalzgehalt tragen ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Betroffen sind vor allem Frauen in den Wechseljahren, Männer über 50 Jahre oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie z.B. einer Schilddrüsenüberfunktion oder auch Rheumapatienten mit einer langjährigen Kortisoneinnahme.

Die Osteoporose, auch als Knochenschwund bezeichnet, ist die häufigste Erkrankung im höheren Lebensalter und betrifft Frauen etwa viermal häufiger  als Männer. Sie ist gekennzeichnet durch einen Verlust an Mineralien im Skelett und auch Abbau der Knochenstruktur selbst. Es kann zu Knochenbrüchen ohne adäquaten Grund kommen („Spontanfrakturen“), am häufigsten von Wirbelkörpern, im Bereich des Unterarms/Handgelenk und am Oberschenkelhals. Die absolut überwiegende Zahl der Erkrankungen tritt ohne besondere auslösende Faktoren auf und wird als „primäre Osteoporose“ bezeichnet. Sie findet  sich aber auch bei einer Vielzahl Erkrankungen und als Nebenwirkung von Medikamenten („Sekundäre Osteoporose“). Hier sind insbesondere zu nennen: Kortison, blutverdünnende Medikamente, bestimmet Magenmedikamente und Zytostatika. Wichtige Ursachen sind auch fehlende Bewegung , auch Magersucht und viele Stoffwechselerkrankungen. Ein gewisser Verlust an Knochendichte ist aber physiologisch und normal.

 

Wie wird die Knochendichte gemessen?

Aufschluss über die Knochendichte geben entsprechende Messungen. Als Methoden stehen die D(E)XA (Dual-Energy-X-Ray-Absorbtiometry) und die quantitative Comutertomographie/Osteo-CT zur Verfügung, beide Messmethoden sind wissenschaftlich belegt und sind zur Diagnose und Therapiekontrolle geeignet.
Wir bieten die Osteo-CT in unserem Praxisstandort City an.


Gerätetechnik

Für die Untersuchung wird unser moderner Mehrzeilencomputertomograph (siehe auch „Computertomographie“) benutzt.


Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchung ist völlig schmerzlos und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch, die Strahlenbelastung ist minimal. Eine Kontrastmittelgabe erfolgt nicht. Der Patient wird dabei auf dem Rücken im Computertomographen bequem gelagert. Dann werden mittels Computer-Tomographie 3 dünne Schichtaufnahmen jeweils durch die Mitte von 3 Wirbelkörpern gefertigt. Auf diesen Schichten miterfasst ist ein sogenannter Referenz-Messkörper. Dieser enthält 2 Kunststoffe mit einem bekanntem Gehalt an Knochenmineralsalz.

OsteoNeu2Aus dem Vergleich der Messungen im Knochenmark der Wirbelkörper mit diesen Referenzen kann der Gehalt an Knochenmineralsalz (Kalzium-Hydroxylapatit / Ca-HA) präzise bestimmt werden. Darüber hinaus analysiert der Radiologe auf den Messaufnahmen die Struktur der Knochenbälkchen im Knochenmark. Es wird dann die Messung mit dem durch-schnittlichen Ergebnis einer Gruppe von zwanzigjährigen Männer oder Frauen (T-Score) und einer Gruppe von Gleichaltrige (Z-Score) verglichen. Hieraus lässt sich ablesen, ob eine krankhafte Minderung des Knochenmineralsalzgehaltes vorliegt und eine Behandlung empfohlen werden muss.

 

 

Wer kann nicht untersucht werden?

Wie bei allen Röntgenuntersuchungen dürfen Schwangere nur sehr dringlichen Gründen untersucht werden.


Wer bezahlt die Untersuchung?

Die Knochendichtemessung ist keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Nur in Ausnahmefällen werden die Kosten übernommen, hierfür ist eine entsprechende Zulassung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Voraussetzung – diese liegt bei uns nicht vor. Die Untersuchung kostet knapp 60Euro. Alle privaten Krankenversicherungen erstatten die Kosten.